US Visum abgelehnt

US Visum abgelehnt

Gründe für eine Ablehnung des US Visa Antrags

 

Sind Sie dabei, ein US Visum zu beantragen und haben Sorge, dass Ihr Visumantrag im US Konsulat abgelehnt wird? Dass ein US Visum nicht erteilt wird, ist auf ganz unterschiedliche Ursachen zurückzuführen. Lesen Sie nachfolgend, welches die häufigsten Ablehnungsgründe sind und was bei einer US Visumablehnung zu tun ist.

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Wer entscheidet über die Genehmigung von US Visa?

Im Ausland sind die Auslandsvertretungen der Vereinigten Staaten von Amerika, d. h. die US Botschaften und US Generalkonsulate, für die Visumerteilung verantwortlich. Die Entscheidung über die Ausstellung eines US Visums trifft folglich der US Konsul bzw. der US Konsularbeamte.

Sollte der US Beamte zu dem Schluss kommen, dass Sie sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht für ein Visum qualifizieren, wird er Ihren Visumantrag für die USA ablehnen.

Die US Konsularbeamten können sowohl über die Genehmigung von US Nichteinwanderungsvisa, wie Studentenvisa, als auch über die Erteilung von US Einwanderungsvisa, also die GreenCard, entscheiden.

Normalerweise bekommen Sie bei einer Visumablehnung lediglich ein kurzes Schreiben, aus welchem der Ablehnungsgrund hervorgeht. Bei dem Schreiben handelt es sich jedoch weniger um eine ausführliche Stellungnahme von Seiten des US Konsulats, als vielmehr um ein Dokument, auf welchem der Paragraph angekreuzt ist, unter welchem der Visumantrag abgelehnt wurde.

Die häufigsten Gründe für eine Visumablehnung für die USA

Visumanträge werden leider immer wieder von den US Konsularbeamten abgelehnt. Mehr noch: In den letzten Jahren ist die Ablehnungsquote deutlich gestiegen. 

Dabei gibt es ganz unterschiedliche Gründe für die Nichterteilung von US Visa. Wenn einem US Visumantrag nicht stattgegeben wurde, bedeutet das im Normalfall, dass der Antragsteller eine oder mehrere Voraussetzungen für die beantragte Visumkategorie nicht erfüllt hat.

Die häufigsten Gründe für die Ablehnung eines US Nichteinwanderungsvisums

  1. Unvollständige Antragsunterlagen
  2. Falsche Angaben im Visumantrag
  3. Visumantrag wurde nicht richtig vorbereitet
  4. Beantragte Visa Kategorie passt nicht zum Zweck der Einreise
  5. Antragsteller erfüllt nicht die notwendigen Voraussetzungen für die beantragte Visa Kategorie
  6. Fehlende Bindung an das Heimatland
  7. Verhalten bei bisherigen Einreisen war auffällig
  8. Finanzielle Mittel sind nicht ausreichend
  9. Beim Visa Interview ergeben sich Unstimmigkeiten
  10. Illegaler Aufenthalt oder Arbeit in den USA
  11. Persönliche Umstände des Antragstellers (Vorstrafen, terroristischer Hintergrund, ansteckende Krankheiten, einwanderungsrechtliche Vergehen)

Individuelle Ablehnungsgründe bei Nichteinwanderungsvisa

Darüber hinaus sind weitere Gründe je nach Ausgangslage und Visafall denkbar. Diese müssen im Einzelfall analysiert werden.

Am Beispiel eines Antrags auf ein US Arbeitsvisum soll verdeutlicht werden, dass die Ablehnungsgründe je nach Kategorie und Antragsteller unterschiedlich gelagert sind:

  • Visa Anforderungen an den Mitarbeiter werden nicht erfüllt
    Ein häufiger Ablehnungsgrund bei Arbeitsvisa ist, dass der Mitarbeiter (bzw. das Unternehmen) nicht nachweisen kann, dass dieser über ausreichend spezialisierte Kenntnisse für die angebotene Stelle in den USA verfügt. Darüber hinaus kann es sein, dass der Nachweis fehlt, dass kein US Amerikaner für diese Position zur Verfügung steht und der ausländische Mitarbeiter tatsächlich dringend vor Ort (begründet) benötigt wird. Daher sollten dem Antrag ausführliche Unterlagen – wie Lebenslauf, Qualifikationsnachweise, Stellenbeschreibung und ein Begründungsschreiben – beigefügt werden.
  • Ungenügende Belege zum Arbeitsverhältnis in den USA
    Das Bestehen eines rechtsgültigen, regulären Arbeitgeber- / Arbeitnehmerverhältnisses ist die Grundvoraussetzung bei der Beantragung eines US Arbeitsvisums. Dem Visumantrag müssen daher Belege über das Beschäftigungsverhältnis beigelegt werden (z. B. Arbeitsvertrag). So qualifizieren sich Freelancer oder Berater im Regelfall nicht für ein US Arbeitsvisum.

Die häufigsten Gründe für die Ablehnung eines US Einwanderungsvisums

  1. Unvollständige Unterlagen
  2. Gesundheitsanforderungen werden nicht erfüllt (z. B. meldepflichtige / ansteckende Erkrankungen)
  3. Vorstrafen oder Haftstrafen
  4. Sicherheitsrisiko (Mitglied einer terroristischen Vereinigung)
  5. Illegaler Aufenthalt in den USA
  6. Illegale Arbeit in den USA
  7. Ungenügende wirtschaftliche Ressourcen
  8. Verstöße gegen das Einwanderungsgesetz (Lügen oder falsche Angaben im Antrag)

Bild von einem US Visumformular

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Tipps zur Vermeidung einer Visumablehnung für die USA

Die meisten Fehler bei der Beantragung eines US Visums können vermieden werden. Man muss nur wissen wie.

1. Nachweis der Nichteinwanderungsabsicht

Einer der häufigsten Gründe für ein abgelehntes US Nichteinwanderungsvisum, insbesondere der B1 / B2 Kategorie, ist die fehlende Rückkehrintention. Der Antragsteller muss nachweisen, dass er nicht beabsichtigt, in die Vereinigten Staaten einzuwandern. Das heißt, dass die Beweispflicht beim Antragsteller liegt.

Die Visumablehnung erfolgt dann gemäß U.S. Immigration and Nationality Act, kurz INA, Paragraph 214(b). Laut INA wird bei jedem USA Reisenden zunächst eine Einwanderungsintention vermutet. 

Ausnahme: Bei Arbeitsvisa wie dem H1B Fachkräftevisum, L1 Visum für firmeninterne Versetzungen oder O1 Visum für talentierte Personen muss kein Nachweis für die Nichteinwanderungsabsicht erbracht werden. Hier gilt der sogenannte "Dual Intent" Grundsatz.

Enge Bindungen (Close Ties) an das jeweilige Heimatland und die so wichtige Rückkehrintention können beispielsweise wie folgt nachgewiesen werden:

Faktor Mögliche Belege
Arbeitsplatz / gültiges Beschäftigungsverhältnis Arbeitsvertrag
Wohnsitz Mietvertrag
Starke finanzielle Bindungen Investitionen, Haus- oder Geschäftseigentum

Familiäre oder soziale Bindungen, wie Ehepartner und / oder Kinder im Heimatland, spielen bei dem Nachweis einer Nichteinwanderungsabsicht eine eher untergeordnete Rolle. 

2. Vollständige Antragsdokumentation

Eine Ablehnung kann auch aufgrund fehlender und oder mangelhafter Antragsdokumente bzw. Informationen erfolgen. Das heißt, streng genommen wird der Antrag nicht abgelehnt, sondern der US Konsularbeamte bittet um weitere Belege gemäß U.S. Immigration and Nationality Act, kurz INA, Paragraph 221(g).

Antragsteller werden vom US Konsulat folglich zur Einreichung ergänzender Unterlagen oder Informationen aufgefordert. Solange die fehlenden Dokumente nicht nachgereicht werden, liegt der Visumantrag auf Eis.

Wie Sie das Blatt auch wenden: Beim Visumantrag für die USA empfiehlt sich eine gründliche Vorbereitung. Das A und O ist, dass Sie sich rechtzeitig um Ihr US Visum kümmern, dem Visumantrag sämtliche Nachweise beilegen bzw. weiterführende Dokumente beim Interviewtermin im US Konsulat mitbringen.

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3. Nachweis von konkreten Reiseplänen in den USA

Sie sollten für den gesamten Aufenthaltszeitraum in den USA konkrete Pläne haben und diese auch glaubhaft im US Konsulat darstellen können. Für einen US Konsularbeamten kann es verdächtig wirken, wenn Sie nicht wissen, was Sie in den Vereinigten Staaten tun werden. Sie könnten dadurch unter Umständen als potenzieller US Einwanderer gelten. Reisepläne bzw. ein Reiseablauf können als brauchbarer Nachweis dem US Visa Antrag beigelegt werden. Sie sollten dem US Konsularbeamten im Visa Interview ihren genauen Aufenthaltszweck klar darlegen können. Dieser Punkt spielt insbesondere bei B-1/B-2 Visumanträgen eine große Rolle.

4. Nachweis von angemessenen finanziellen Mitteln

Wichtig ist, dass Sie nachweislich in der Lage sind, Ihre Ausgaben in den USA zu decken. Andernfalls könnten die US Beamten davon ausgehen, dass Sie einer illegalen Arbeit in den USA nachgehen möchten und eine Einwanderungsabsicht vorliegt. Dieser Punkt spielt insbesondere bei B1 / B2 Visumanträgen eine große Rolle.

Geeignete Belege wären:

  • Bankauszüge aus denen ersichtlich ist, dass Sie über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um sich den Aufenthalt in den Vereinigten Staaten leisten zu können
  • Gehaltsbescheinigungen oder andere Nachweise zu Ihren Einkünften
  • Eidesstattliche Verpflichtungserklärung von Verwandten, die bereit sind, finanzielle Unterstützung zu leisten

Ihr US Visum wurde abgelehnt? Zum Glück ist die Situation meist nicht aussichtslos.

Konsequenzen einer US Visumablehnung

Welche Folgen abgelehnte US Visa für Antragsteller haben, ergibt sich daraus, wie schwerwiegend der Ablehnungsgrund ist. Hierbei kann grundsätzlich wie folgt unterschieden werden:

  • Ausschluss vom Programm für visumfreies Reisen mit ESTA
  • Einreiseverbot

Ist der Grund der Visumablehnung lediglich geringfügig, hat der Antragsteller die Möglichkeit fehlende Unterlagen nachzureichen.

Eine Visumablehnung hat in der Regel jedoch zur Folge, dass die visumfreie Einreise mit ESTA nicht mehr genutzt werden kann. Hintergrund ist, dass im ESTA Antrag abgefragt wird, ob ein Visumantrag abgelehnt wurde. Wenn Sie dann mit "ja" antworten, wird faktisch Ihr ESTA Antrag abgelehnt.

Wenn Sie sich nicht für die beantragte Visumkategorie qualifizieren, kann es sein, dass Sie bis zur erneuten Visumantragstellung warten müssen. Falls sich an den Umständen, die zur Ablehnung geführt haben, nichts geändert hat, sind die Aussichten auf Erfolg bei einem zweiten Anlauf eher gering. Mitunter empfiehlt sich daher, 6 Monate oder 1 Jahr verstreichen zu lassen, bevor ein neuer Anlauf gestartet wird. In der Zwischenzeit können Sie nicht zu dem geplanten Zweck (z. B. Montage, Arbeitseinsatz oder Au-Pair) in die USA reisen.

US Visum nicht genehmigt – Was können Sie tun?

Gegen eine Visumablehnung kann kein rechtlicher Einspruch erhoben werden. Daher stellt sich die Frage, was Sie tun können, wenn Ihr Antrag abgelehnt wurde. Wenn das sprichwörtliche Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, bleiben Ihnen zum Glück noch ein paar Möglichkeiten.

Was Sie beim Visa Interview im US Konsulat tun können:

Wenn Ihnen der US Konsularbeamte mitteilt, dass das US Visum im Augenblick nicht ausgestellt werden kann, fragen Sie freundlich nach dem Grund der Ablehnung. Diese Information wird Ihnen enorm weiterhelfen, wenn Sie einen erneuten US Visumantrag stellen möchten.

Bitte beachten Sie aber, dass der US Beamte die Ablehnung nicht zwingend begründen muss.

Was Sie nach dem Visa Interview im US Konsulat tun können:

  • Erneuter Visumantrag
    Falls Ihr US Visa Antrag abgelehnt wurde, können Sie eine nochmalige Prüfung beantragen. Das heißt, dass die Möglichkeit besteht, einen neuen Visumantrag zu stellen. Sie müssen dann das gesamte Antragsverfahren noch einmal komplett durchlaufen.

    Das bedeutet, dass Sie das Antragsformular DS 160 neu ausfüllen und an das US Konsulat übermitteln müssen. Im Online-Formular DS 160 muss in jedem Fall angegeben werden, dass ein vorheriger Visumantrag abgelehnt wurde. Darüber hinaus ist es erforderlich, einen neuen Termin zu vereinbaren. In dem Zusammenhang wird auch die Konsulatsgebühr erneut fällig. Im Idealfall fügen Sie ergänzende Unterlagen und Nachweise bei, die beim Erstantrag gefehlt haben.

    Achtung: Ein Neuantrag ist nur dann sinnvoll, wenn sich im Vergleich zum ersten Antrag eine grundlegende Veränderung ergeben hat bzw. Sie neue Unterlagen präsentieren können. Wenn die Umstände gleichgeblieben sind und keine neuen Dokumente beigebracht werden können, ist eine erneute Antragstellung in der Regel nicht zu empfehlen.

    Darüber hinaus ist ratsam, zwischen der Visumablehnung und dem Neuantrag einen angemessenen Zeitraum verstreichen zu lassen. Eine genaue Vorschrift oder Frist gibt es aber nicht.

Tipp

Wenn Sie einen neuen Visumantrag stellen, muss Ihr Visa Fall von einem anderen Konsularbeamten begutachtet werden. Sie sollten folglich mit einem anderen US Beamten als beim Erstantrag sprechen können.

Selbstverständlich hat der Konsularbeamte Zugriff auf Ihren ersten Visumantrag. Wenn Ihnen ein Antrag im US Konsulat Berlin abgelehnt wurde und sie daraufhin einen neuen Versuch im US Konsulat Frankfurt am Main starten möchten, kann es erneut zu einer Visumablehnung kommen. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen der Zweitantrag nach der ersten Ablehnung ohne Weiteres gebilligt wurde.

  • Waiver Antrag
    Das US Einwanderungsgesetz sieht in bestimmten Fällen eine Ausnahmeregelung vor, den sogenannten Waiver Antrag bzw. "Waiver of Inadmissibility". Damit ist gemeint, dass der Antragsteller eine Ausnahmegenehmigung beantragen kann. Dadurch wird er von dem Ausschluss von einem US-Visum befreit, auch wenn eigentlich ein Ausschlussgrund vorliegt. Dieser Waiver trifft allerdings nicht auf alle Ablehnungsgründe zu. Gängig sind diese Anträge z.B. im Zusammenhang mit Vorstrafen oder leichten einwanderungsrechtlichen Verstößen.

Was Sie bei dem Antrag auf ein Einwanderungsvisum bei der US Einwanderungsbehörde tun können:

Wenn Sie einen GreenCard Antrag bei der amerikanischen Einwanderungsbehörde U.S. Citizenship and Immigration Services, kurz USCIS, gestellt haben, sieht die Sachlage bei einer Ablehnung etwas anders aus: Wenn Ihr Einwanderungsantrag abgelehnt wurde, kann beim Board of Immigration Appeals Einspruch eingelegt werden. Das ist die US Behörde, die Einsprüche bei Einwanderungsangelegenheiten bearbeitet.

Um Ablehnungen zu vermeiden, sollten Visumanträge von vornherein gründlich vorbereitet werden. Wir unterstützen Sie dabei – lassen Sie sich unverbindlich beraten!

Fazit

Eine sorgfältige Antragsdokumentation und Begründung sind unabdingbare Voraussetzungen für einen erfolgreichen US Visumantrag.

Darüber hinaus gibt es unterschiedlich schwer gelagerte Ablehnungsgründe. Die gute Nachricht ist, dass bei geringfügigen Ablehnungsgründen, die Chancen auf eine Visumerteilung im Zweitversuch relativ gut stehen.

Haben Sie Fragen haben Sie zu einer US Visumablehnung?

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